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Kimchi – Koreanisches Kohlgericht (Gimchi)

Kimchi - Koreanisches Kohlgericht (Gimchi), 3.9 out of 5 based on 8 ratings
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Mein Kimchi nach 2 Wochen im Steingut-Topf im Kühlschrank.

Mein Kimchi nach 2 Wochen im Steingut-Topf.

Ich esse sehr gerne scharf und ich lerne gerne spannende Gerichte kennen, die in Deutschland eher unüblich sind. Kimchi lag als das koreanische Gericht daher sehr nahe. Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen und dutzenden Rezepten und Rezept-Varianten habe ich mich für eine leichte Abwandlung eines Rezeptes entschieden, daß mir ein Freund, der gerade ein halbes Jahr in Korea war, freundlicherweise “organisiert” und übersetzt hat.

Vielen Dank, lieber Hendrik, für das ‘original’ Kimchi Rezept aus Korea!

Grundsätzlich können für Kimchi fast jedes Gemüse und diverse Meeresfrüchte (vorwiegend Garnelen und Muscheln) verwendet werden. Ich habe mich hier für eine recht puristische Alternative entschieden.

Vegetarier / Veganer können auf Sardellen und Fischsauce einfach verzichten – ganz das Selbe wird es jedoch nicht!

Zutaten

Die Zutaten für die Kimchi-Würzpaste

Die Zutaten für die Kimchi-Würzpaste

  • 1 Chinakohl (2 – 2.5 kg)
  • 100 g grobes Meersalz
  • 40 g Sardellen, in Salz eingelegt
  • Shrimp-Paste (habe ich leider nirgendwo bekommen…)
  • 50 g Knoblauch
  • 25 g Ingwer
  • 1 El Fischsauce
  • 65 g extra scharfes Chilli Pulver (aus dem Asia-Laden!)
  • 100g Frühlingszwiebeln
  • 1 El Zucker
  • Einweg Handschuhe

 

Zubereitung

Blatt für Blatt werden die Kohlviertel gewürzt

Blatt für Blatt werden die Kohlviertel gewürzt

Den Kohl außen waschen und vierteln. Dann auch zwischen den Blättern waschen, da die viertel komplett verarbeitet werden. Das grobe Meersalz in Wasser lösen und den Kohl mindestens über Nacht, besser 24 Stunden darin einlegen. Ich verwende einen luftdicht verschließbaren 5-liter Plastikeimer.

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Etwa die Hälfte bei Seite stellen. Die Sardellen abspülen und trocken tupfen. Alles zusammen im Mörser (oder mit dem Stabmixer…) zu einer feinen Masse verarbeiten. Dann die andere Hälfte der Frühlingszwiebeln unterrühren. Fertig ist die Würzpaste!

Bitte, bitte seid mit der Masse vorsichtig. Das extra scharfe Chilli-Pulver ist sehr aggressiv. Bei meinem ersten Versuche habe ich auf die Einweg-Handschuh verzichtet (“pah! Alle verweichlicht!”) – war sehr unangenehm an den Händen!

Den Kohl aus dem Salzwasser nehmen und gründlich, auch zwischen den Blättern abspülen und kräftig ausdrücken. Der Kohl darf beim Ausdrücken ruhig etwas ‘knacken’ (falls er das nach 24 stunden in Salzwasser noch kann ;-)).

Ein Kohlviertel nach dem anderen mit der Paste bestreichen. Hierzu die Blätter einzeln auseinander ziehen und eine dünne Schicht Paste dazwischen streichen. Danach die beiden äußersten Blätter zur Seite halten. Das obere Drittel des Kohlviertels dann einklappen und zusammendrücken. Mit den beiden äußeren Blättern umwickeln, sodaß ein festes ‘Päckchen’ entsteht, daß von alleine gut zusammenhält.

Die Kohlpäckchen dann in ein Steingut-Gefäß geben und für mindestens eine Woche im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Kohlpäckchen in mundgerechte Stücke zerteilen und in einer Schüssel als Beilage servieren.

Bilder

Andreas Guse

Lebt seit einem viertel Jahrhundert in Köln und arbeitet seit einem Jahrzehnt als Software-Entwickler und IT-Consultant. Als Querdenker, Nervensäge, ambitionierter Hobbykoch, Outdoor-Fanatiker und Freund überlauter Rockmusik schreibt er hier über seine kulinarischen Erlebnisse.

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