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Houpsaach et steht Pinot Jritscho op d’r Fläsch un d’r Kellner säät: “Bella”.

Houpsaach et steht Pinot Jritscho op d'r Fläsch un d'r Kellner säät: "Bella"., 5.0 out of 5 based on 1 rating
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Zinfandel (Primitivo) Reben in Sonoma / Kalifonien / USA. Photo: Sarah Stierch /  Wikipedia

Zinfandel (Primitivo) Reben in Sonoma / Kalifonien / USA. (Photo: Sarah Stierch / Wikipedia)

Muß dat sin? Wing us Italien? Ja, warum denn nicht! Prinzipienreiterei bezüglich der Herkunft von Wein ist ja ziemlich weit verbreitet – zurecht? Die Tatsache, daß Wein aus unserer Region stark kohlensäurehaltig und gelb ist und in Zylindern serviert wird, lässt die Vermutung zu, daß es vielleicht doch eher weniger geeignete Regionen für den Weinbau gibt. Doch kommt guter Wein nur aus Bordeaux? Näää… natörlisch nit! Es gibt guten Wein aus Italien, guten Wein aus Rheinhessen, guten Wein aus Frankreich, Spanien, Chile, …

Daß der eingangs erwähnte “Pinot Jritscho”, oder “Pinot Grigio”, wie der Nichtkölner sagt, auch nichts anderes ist als unser “Grauburgunder”, sollte ja mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Doch schmeckt ein italienischer Pinot Grigio besser als ein schnöder deutscher Grauburgunder? Bestimmt, wenn man ihn liebevoll ausgewählt hat und zu seinem italienischen Menü trinkt. Nicht weil der Wein per-se besser wäre, sondern weil ein Großteil des Genuss nicht im Glas sondern, schon lange vor dem kleinen Schwips, im Kopf entsteht. So mag auch ein eingefleischter Freund deutschen oder französischen Weins sich etwa mal in der Kategorie Primitivo di Manduria umsehen und findet vielleicht eine hübsche Abwechslung. So könnte man zum Beispiel einmal einen Primitivo Sessantanni, vom Anbieter als Bestseller im deutschsprachigen Raum angepriesen, versuchen.

Der Primitivo di Manduria 60 anni Sessantanni DOC aus Apulien, in deutschland hat die Rebsorte den weniger klangvollen Namen Zinfandel, wäre eine mögliche Wahl zu einem gemütlichen Abend mit tollem italienischen Essen. Das meint auch der Anbieter, wenn er auf seiner Seite über den Wein schreibt: “Mehr als 60 Jahre alt sind die Rebstöcke, an denen die Trauben für den Primitivo Sessantanni reifen. Der aus der Gegend von Manduria, südöstlich von Tarent, stammende Top-Wein von Feudi di San Marzano, weist eine intensive schwarze Farbe auf und ist im Kern rubinrot leuchtend. Sein fruchtiges Bouquet nach Cassis, Pflaume und Kirsche prädestinieren ihn als idealen Begleiter der italienischen Küche.” Vielleicht ist das ja die Gelegenheit, mal wieder etwas italienisches zu kochen!

Letztlich bleibt für heute nur noch die Erkenntnis, daß intensives Nachdenken und schreiben über Wein und italienisches Essen vielleicht keine so gute Idee ist, wenn man mit knurrendem Magen und einem Ohrwurm von Gerd Kösters großartigem “Riesling ist cool, fuck Chardonnay” noch zwei Stunden im Büro sitzen muß…

Andreas Guse

Lebt seit einem viertel Jahrhundert in Köln und arbeitet seit einem Jahrzehnt als Software-Entwickler und IT-Consultant. Als Querdenker, Nervensäge, ambitionierter Hobbykoch, Outdoor-Fanatiker und Freund überlauter Rockmusik schreibt er hier über seine kulinarischen Erlebnisse.

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